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"Normale" analoge Effektgeräte werden nun nicht mehr benötigt, da sowohl durch das Mischpult, als auch vom Sequenzerprogramm (Cubase VST 5.1 bzw. SX) hochwertige Effekte bereitgestellt werden.
Optisch gibt so ein Studio nun nicht mehr so viel her, da die meisten Arbeitsschritte nun virtuell vollzogen werden. Dadurch fehlen die vielen Knöpfe zum "rumschrauben".
Warum digital?
Alle Welt spricht viel von digital, aber welche Vorteile bietet denn eine digitale Arbeitsumgebung?
Der größte Vorteil liegt in der virtuellen Arbeitsweise. Beispiel Schnitttechnik: Während bei einem analogen Magnetband ein Schnitt nur durch Kleben (notdürftig) rückgängig gemacht werden kann, ist dies am Computer kein Problem. Der Schnitt kann sogar jederzeit nach links und rechts verschoben werden, wenn er unsauber war. Diese Arbeitsweise nennt man non-destruktiv. D.h., das Ausgangsmaterial bleibt unberührt und alle Bearbeitungsschritte können jederzeit korrigiert oder verworfen werden. Man muß also niemals Angst haben, sich zu "verschneiden".
Desweiteren sind alle Einstellungen (EQ, FXs, Mix etc.) speicherbar. Ein unschlagbarer Vorteil gegenüber der analogen Technik, bei der jeder Knopf per Hand in die Ausgangsstellung gebracht werden muß. D.h. man kann auch an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten. Es ist auch möglich, eine Produktion nach längerer Zeit wieder neu aufzurollen und an einem beliebigen Punkt wieder neu anzusetzen.
Außerdem lassen sich mit allen Parametern auch Verläufe gestalten. So läßt sich z.B. eine Ein- oder Ausblendung mittels Fader aufzeichnen und muß nicht jedesmal per Hand durchgeführt werden. Der beliebte Effekt in der House- oder Technomusik, den Klang mittels Frequenzverschiebung zu verändern, wird so ganz einfach erstellt.

Mit dem jetzigen System können bis zu 12 Spuren gleichzeitig und unabhängig voneinander aufgenommen werden. Es stehen allerdings 18 Eingänge zur Verfügung, sodaß bei Bedarf auch Eingänge zusammengefaßt werden können (z.B. einen Vormix für das Schlagzeug).
Diese Technik empfiehlt sich für schnelle Aufnahmen und für Musiker, die gerne alles gemeinsam einspielen wollen. Allerdings wird trotz diverser Nachbearbeitungsmöglichkeiten immer ein gewisser "Live"-Charakter bleiben. Aber das kann ja auch gewollt sein.
Die sogenannte Overdub-Technik empfiehlt sich für anspruchsvollere Aufnahmen. Hierbei wird die Aufnahme nach und nach durch Musiker oder Musikergruppen "ergänzt". Durch die Konzentration auf ein oder wenige Instrumente werden Fehler besser erkannt, allerdings steigt somit auch die Anforderung an den einzelnen Musiker.
Reine Midi - Produktionen bieten sich meist für synthetische Musikstile wie House, HipHop, Acid etc. an. Dabei wird ein Song im Midi-Bereich vorproduziert und dann entweder komplett gemastert oder die Spuren werden einzeln digitalisiert.
Diese Technik ist auch für Vorproduktionen sinnvoll. Damit der erste Musiker in einer Step-by-Step-Aufnahme nicht ins "Leere" spielen muß, wird eine sogenannte Orientierungsspur erstellt, welche ihm helfen soll. Dies ist am schnellsten über MIDI zu realisieren.
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